Einsatzübung: KFZ-Brand in Tiefgarage

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es heute wieder einmal soweit. Eine Einsatzübung, an der mehr als nur 10 Personen teilnehmen durften, wartete auf die Kameraden der Feuerwehr Lacken. Zur Zeit findet in Lacken sehr viel Bautätigkeit von Wohnungsgenossenschaften statt. Die Wohnbauten verfügen zum Teil auch über Tiefgaragen und erweitern damit das Einsatzspektrum. Dies wurde zum Anlass genommen in solch einer Tiefgarage eine Übung abzuhalten.

Die Übungsannahme war, dass auf einem der vielen Stellplätze ein Fahrzeug zu brennen begann und sich eine Person in einen Lüftungsschacht retten konnte, dabei aber verletzt wurde.

Der Einsatzleiter hatte bereits bei der Anfahrt einen Atemschutztrupp ausrüsten lassen und die Absicherung der Einsatzstelle unmittelbar nach dem Eintreffen veranlasst. Nach der ersten Lageerkundung wurde der Atemschutztrupp mit einem HD-Rohr zum Löschangriff vorgeschickt. Der Brand des Fahrzeuges konnte übungsgerecht gelöscht werden. Auch die verletzte Person wurde mit Hilfe der Wärmebildkamera gefunden, anschließend aus dem Gefahrenbereich gebracht und dem Feuerwehrmedizinischemdienst (FMD) zu weiteren Versorgung übergeben. Im Außenbereich wurde in der Zwischenzeit begonnen die Wasserversorgung aufzubauen. Direkt neben der Tiefgarage wurde bereits ein Hydrant gesetzt und wird künftig für die Erstmaßnahmen Verwendung finden. Von diesem Hydrant wurde die Versorgung zum Tanklöschfahrzeug hergestellt. Für weitere mögliche Maßnahmen ließ der Einsatzleiter die Vornahme eines Schaumrohres vorbereiten. An der Tiefgarageneinfahrt wurde ein Hochleistungslüfter aufgestellt um den Rauch bei den Lüftungsschächten hinauszudrängen. Zum Abschluss wurde das “verbrannte” Fahrzeug noch mit Hilfe der Seilwinde des Löschfahrzeuges aus der Tiefgarage gezogen.

Bei der Nachbesprechung direkt vor Ort wurden einige Themen angesprochen die für das künftige Einsatzgeschehen wichtig sind oder werden können. Im Anschluss besichtigten die Teilnehmer die Tiefgarage und machten sich ein Bild von ihren Eigenheiten und möglichen Gefahrenstellen. Nach 1,5 Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Erfreulich war auch, dass 27 Kameraden an dieser Übung teilgenommen haben, um den Ernstfall zu proben.